Unser Törn führte 5 Männer von Lubmin zur Insel Ruden, weiter nach Roenne auf Bornholm. Von dort ging es nach Christiansö, Gudhjem, Nexö und zurück nach Lubmin. (Fotos am Ende des Beitrages)

Wir starteten aufgrund der Wetterverhältnisse mit einem Tag Verspätung. Der Ruden ist nicht sehr interessant. Das Informationszentrum war geschlossen, ein sicheres Zeichen das es wohl nicht viel zu informieren gab. Der erlaubte Rundweg ist kurz, die Sehenswürdigkeiten an einer Hand abzählbar. Der Abend endete mit einer Partie Halma.

Vom Ruden starteten wir früh morgens, rundeten die Greifswalder Oie und dann mit NNW-Kurs. Die wochenlang vorher herrschende Wetterlage hatte eine ordentliche Welle bis ca. 2.50m aufgebaut, auf welcher wir bei 6 Bft mit einem Reff im Groß ritten. Gegen Abend kamen wir in Roenne an, die ganze Nacht gab es noch Winde bis 7 Bft.

Von Roenne brachen wir gegen Mittag Richtung Norden bei halbem Wind auf, rundeten die Nordspitze Bornholms und fuhren dann wieder vor dem Wind bis zu den Erbseninseln. Der Wind wurde weniger und die Welle wurde kleiner, gegen Abend waren es dann nur noch etwa 1,20m.

Am nächsten Tag genossen wir das prima Klima auf den Erbseninseln, beobachteten die Fähren-Touristen und verabschiedeten uns gegen 15:00 Uhr. Diesmal unter Motor denn der Wind war über Nacht nahezu komplett eingeschlafen. Ebenso waren die Wellen verschwunden. Ein kurzes Intermezzo für den Blister brachte wiedereinmal Luft in dieses Segel, leider blieb es bei 1-2 kn Fahrt, weshalb die bunte Blase bald wieder verschwand.

In Gudhjem gibt es eine enge Hafenrinne, sie wurde in die Felsen gesprengt und entsprechend ragen überall Steine aus dem Wasser. Bei viel Welle möchte man hier lieber nicht einlaufen … Wir waren die einzigen Gäste, lediglich in der nahen Jugendherberge war einiges los und wir genossen die Balzkämpfe der jungen Männchen um die Weibchen …

Die Fahrt nach Nexö bescherte uns angenehmes Segeln, lediglich die vielen Fischernetze verhinderten die vollständige Entspannung. In Nexö gab es eine Schlauchbootrunde und Grillen zum Abendbrot, wir bewunderten die dänische Rakete und der Hafenmeister erzählte uns in perfektem Deutsch die Geschichte dazu.

Die anstehende Überfahrt nach Lubmin schätzten wir auf 20 Stunden. So starteten wir bereits gegen 5:00. Bei wenig Welle und 3-4 Bft. – leider gegenan – zog sich die Fahrt hin. Einmal mußten wir kreuzen, später drehte der Wind etwas zu unseren Gunsten. Kurz nach Sonnenuntergang schlief der Wind leider ein, so das wir zuerst mit Motorunterstützung segelten, später die Segel bargen und etwas mehr Gas gaben. Nach 17 Stunden waren wir dann schon da – ein sehr gelungener Schlag mit ca. 94nm Gesamtstrecke.

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