Nachdem nun alle Reparaturen abgeschlossen waren und die Grace wieder in ihrem Element ist, haben wir uns nach 14-tägiger Zwangspause wieder weiter die englische Küste entlang gehangelt. Gestern um 08.30 ging es aus Portsmouth, mit etwas komischem Gefühl im Bauch aber auch mit großer Freude wieder los. Jetzt werden wir wohl um sämtliche Hindernisse einen besonders großen Bogen machen, wie man sich denken kann. Das Wetter hat es sehr gut mit uns gemeint, denn zum 1. Mal können wir nur mit T-Shirt bekleidet auf’s Wasser hinaus und das ist einfach herrlich. Der Solent ist wirklich ein schönes aber sehr viel befahrenes Segelrevier. Ein bisschen wehmütig schauen wir auf die Isle of Wigth und sagen uns – entweder auf dem Rückweg oder als Rentner schauen wir hier noch mal vorbei. Jetzt wollen wir erst einmal weiter. Die Needles zeigen sich auch von ihrer schönsten Seite und die sehen eigentlich  von jeder Seite wirklich beeindruckend aus. So nah haben wir sie im April nicht gesehen – die sind wirklich schön. Da der Wind fast eingeschlafen ist, müssen wir auf die Aralfock zurückgreifen und können das Segeln nicht so ganz genießen, doch wir wollen nicht meckern, denn es geht mit 2 Knoten Schiebestrom gut voran. Weil wir von den teuren Marinas genug haben suchen wir uns für die 1. Nacht einen Ankerplatz, der in einer wunderbaren Gegend bei Portland liegt. Eigentlich müsste man auch hier an Land und auf diesen wunderbaren Berg steigen und dann erst weiterfahren. Da wir das aber nicht machen, begnügen wir uns mit dem Anblick von See aus und genießen einfach nur den Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen hat sich die Luft erheblich abgekühlt und wir fangen sofort wieder an zu frieren. Heute wollen wir eigentlich nur auf die andere Seite der Bucht fahren. Anfangs schönes Segeln, aber dann schläft der Wind wieder ein.  Eine unangenehme Welle rollt vom Kanal in die Bucht. Irgendwie sind wir auch noch nicht ganz seetauglich und so wird die Fahrt für uns nicht besonders angenehm. Von ferne hören wir die Schüsse der Marineübungen. Das ist etwas seltsam und wir hoffen, dass sie nicht „Schiffe versenken“ spielen. Ein riesiges Marineschiff mit 2 Helikoptern drauf kreuzt unseren Weg dann auch ziemlich nah. Jetzt liegen wir wieder mal im Hafen, diesmal in Dartmouth und sind froh, diese Fahrt hinter uns zu haben. Hier ist es richtig schön und morgen werden wir auf jeden Fall die Gegend erkunden. Das verspricht ein besonders schönes Erlebnis zu werden. Wir wollen nun mal endlich Natur erleben, nachdem wir 14 Tage Stadtleben hinter uns haben.

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2 Kommentare
  1. Rainer Ritzer
    Rainer Ritzer sagte:

    Hallo Ihr Drei !

    Schön dass es bei euch wieder weiter geht.

    Da wir euch in ca. 3 Wochen in Richtung Gibraltar folgen, aber noch nicht wissen ob wir auf der französischen Seite bleiben oder der englischen Küste folgen sollen, würde ich gern etwas über eure Entscheidungsfindung lesen. Auch weitere Infos wie Liegeplatzkosten, Tankmöglichkeiten/Preise, Ankerplätze mit Koordinatenangabe wären von großem Interesse. 😀
    Grüße aus NL
    Rainer + Bobbie

    Antworten
    • Ralf
      Ralf sagte:

      Hallo Rainer,
      für deutsche Verhältnisse ist die englische Seite teuer, die französische aber noch teurer. Wir haben beschlossen hier entlangzufahren weil wir im April ein Training hier hatten und es sehr schön fanden. Von daher war das nichts aufregendes oder durch und durch geplantes …
      Über das Tanken können wir nichts sagen. Haben in Helgoland vollgemacht und das nächste Mal ist in 1 Jahr dran … OK, vielleicht etwas eher.
      Die Liegeplatzpreise stehen im Reeds, das hilft bei der Orientierung.
      Ankerplätze hängen ja auch sehr vom Wetter ab. Schau auf unsere Positionsangaben , da sieht man wo wir geankert haben. Du kannst mich gerne fragen wenn es zu einer speziellen Position Unklarheiten gibt.
      Wir wünschen euch einen guten Start und wenig Mauern im Weg.
      Viele Grüße
      Ralf

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