In Muros haben wir uns ein bisschen gefühlt wie in Bayern auf einem großen See und ringsherum die Berge und Sonnenschein. Das blieb leider nicht so, denn das Wetter änderte sich und die Berge verschwanden dann in den Nebelschwaden, was auch sehr eindrucksvoll aussah. Mit Katja und Andreas von der SY Saphira haben wir ein paar schöne Tage gehabt. Den Hornhecht, den wir ja gemeinsam ausgenommen haben, haben wir natürlich auch gemeinsam gegessen – uns schreckten allerdings die grünen Gräten etwas ab. Der Fisch schmeckte aber sehr gut und wir hoffen, dass wir öfter mal so einen Fang machen. Die drei Männer haben auch ein Schlauchiwettrennen gemacht, wobei Ben natürlich nur beim Gewinner mitfahren wollte. Das war dann am Ende Andreas, weil unser Schlauchi zu schwer ist und der Motor mal wieder Streicheleinheiten brauchte, die er auch bekommen hat.
Am Sonntag sind wir dann zusammen mit dem Bus nach Santiago de Compostella gefahren. 2 Stunden haben wir für eine Strecke gebraucht. Damit hatten wir nicht gerechnet aber wir haben ja Zeit. In der Nacht hat es wie aus Eimern gegossen und zum Glück hat das am Morgen dann nachgelassen. Wir mußten uns trotzdem auf Regenwetter einstellen, denn wie ich später aus dem Reiseführer erfuhr, ist Santiago die regenreichste Stadt in Galicien oder ganz Spanien? Das haben wir auf jeden Fall gemerkt. Wir waren ein wenig enttäuscht, denn die berühmte Pilgerstadt hatten wir uns „besonderer“ vorgestellt. Pilger haben wir wohl ein paar gesehen und auch einen Teil von einem Gottesdienst miterleben können. Das war schon beeindruckend. Vielleicht lag es auch einfach am Wetter, dass nicht die richtige „Stimmung“ aufkam.
Nachdem wir in Muros wieder die Vorräte aufgefüllt haben sind wir nun in die nächste Bucht gefahren. Leider wieder mal nur mit Aralfock, denn der Wind kam erst später, als wir am Ziel waren :-). Als nächste Ankerbucht hatten wir uns eine schöne Stelle auf der Illa de Salvora rausgesucht. Wir waren auch nicht die Einzigen, doch alle Ankerlieger zogen wieder nach kurzem ab. Jetzt wissen wir auch warum. Das ist ein Naturschutzgebiet und man darf nur mit Genehmigung dort vor Anker liegen. Nachdem wir nämlich zum schönen Sandstrand gefahren sind hat uns der Wildhüter oder so ähnlich darauf aufmerksam gemacht. Er hätte kein Problem damit aber falls die Polizei kommt, hätten wir dann ein Problem. Das wollten wir natürlich auch nicht. Beim Ankeraufgehen, hat sich unser Anker etwas verkeilt und Ralf hat schon mit dem Gedanken gespielt, hinabzutauchen, doch wir haben es noch geschafft, ihn so hinauszubekommen. Wir liegen nun vor einem schönen Sandstrand, den Playa de Carreira. Ben und ich waren heute am Strand, während sich Ralf um unseren Computer gekümmert hat. Das war wiedermal ein Erlebnis, denn ich bin zum 1. Mal allein mit dem Dingi gefahren, was bis jetzt noch nicht nötig war. Der Bademeister hat mich dann bei der Abfahrt mit dem Dingi in Spanisch vollgequatscht. Ich nehme mal an, es ist nicht erlaubt mit dem Dingi dort anzulanden oder sogar hier zu ankern, doch nachdem ich ihn gefragt habe, ob er Englisch spricht, hat er nur gelächelt und abgewunken. Keine Ahnung also, was er mir sagen wollte. Ralf war auch erfolgreich, jetzt läuft alles so, wie es soll und wir können den Abend genießen.

 

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