Unsere Reise durch den Long Island Sound bescherte uns vor allem viele Motorstunden. Es war zum Teil richtig kalt, lange Hosen, 2 Jacken übereinander und die dicken Socken waren wiedermal Mode. Am Sonntag sind wir dann in die Inselwelt von Rhode Island eingetaucht. Hier gab’s vor allem viele Wochenendsegler und Motorbootfahrer, auch viele Angelboote. Aber es wurde dabei auch wieder schön warm und wir konnten uns wieder auspellen. Für eine leichte Erkältung hat’s jedenfalls gereicht. Wir haben alle drei was abbekommen. Ein Genuss war es, als wir aus dem Long-Island-Sound heraus kamen und uns noch einmal die lange Atlantikwelle sanft schaukelte und wir dabei auch noch ein paar Meilen segeln konnten.

Unsere Ankunft in der Marina war perfekt vorbereitet. Wir bekamen vorab einen Plan mit dem für uns reservierten Platz per Email. Wir waren kaum in die Gasse eingebogen als uns auch schon ein Mann winkte um die Leinen abzunehmen. Das Anlegen war einfach, trotz der engen Gasse sind wir prima rein gekommen. Die Werft macht einen aufgeräumten Eindruck, mal sehen wie die Arbeit am Ende ist.

Sonntag Abend ging es dann auf die Suche nach einem Leihwagen. Es gibt zwar sehr günstige Angebote aber da wir noch keine Versicherung hier haben, müssen wir diese extra zahlen, das macht’s am Ende nicht mehr ganz so günstig.  Die Autovermietung hat uns in der Marina abgeholt. Wir haben einen für amerikanische Verhältnisse kleinen Chrysler erwischt. Für deutsche Verhältnisse ist das ein ziemlich großes Schiff.
Die erste Fahrt heute ging 2 Stunden nach Norden (mitten ins Festland hinein) wo wir bei einem Wohnmobilhändler einmal die ganzen Klassen und Möglichkeiten gedanklich durchspielen konnten. Jetzt sind wir jedenfalls deutlich schlauer als vorher. In unseren Träumen dreht sich schon alles um Wohnmobile, das kann ja noch lustig werden. Dafür haben wir vergessen, Fotos von diesen Megadingern zu machen. Wer mag kann sich das aber im Internet anschauen, man suche nach „mobilhome“ oder „RV dealer“ gefolgt von irgendeinem Bundesstaat der USA.

Heute Vormittag haben wir nun auch begonnen, unsere Grace für das „Sommerlager“ fit zu machen. Die Genua ist ab und das Groß auch. Mit dem Segelmacher haben wir schon gesprochen, die müssen uns dann einmal auf dem Boot besuchen um ein paar Details zu besprechen – vor allem wegen neuer Kissen im Cockpit.

Die Gegend hier ist sehr schön, erinnert landschaftlich irgendwie an die Gegend um Berlin. Nur die Häuser haben einen gänzlich anderen Stil, sie gefallen uns sehr. Es sieht fast überall aus wie geleckt, die Rasenflächen sind gemäht, kein Müll liegt am Straßenrand, kein Müll fliegt über den Parkplatz am Supermarkt. Stichwort Supermarkt – da waren wir heute auch mal kurz. Sehr gutes Angebot, sehr preiswert und beim Obst zumindest auch sehr lecker. Wir haben uns gleich mal eine große Box Blaubeeren für nur $3 gegönnt.
Eine Laundry haben wir auch gefunden, dort ist es auch preiswert. Wir werden eine Menge Wäsche haben, denn alle Bezüge aus der Grace und viel persönliche Wäsche ist fällig.

Morgen früh geht’s gleich zur ersten Besichtigung bei einem privaten Verkäufer eines Wohnmobils, danach fahren wir weiter nach New York um Esther vom Flughafen abzuholen. Bis wir wieder daheim sind wird der Tag vorbei und wir entsprechend platt sein.

My location
Routenplanung starten
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.