Man soll es nicht glauben, aber es ist wirklich vorbei mit unserer Reise auf dem Landweg. In 3,5 Monaten haben wir

24.749 Kilometer durch 35 US-Staaten mit vielen wunderschönen Nationalparks besucht. Es bleiben noch viele Wünsche offen, denn alles konnten wir doch nicht sehen und für manches hätten wir uns gern mehr Zeit genommen.

Die Frage nach dem schönsten Ort konnten wir bis jetzt nicht beantworten, denn es gibt so viele tolle Ecken hier zu sehen, dass man sich eigentlich nicht festlegen kann. Uns haben vor allem aber die kleinen Canyons und die Ecken, wo nicht so viele Touristen waren, gefallen. Natürlich war es auch mal wieder ein Erlebnis in großen Städten unterwegs zu sein. Vor allem New York und San Franzisco sind wundervolle Städte.

Ben ist auch immer wieder gern in ein Museum gegangen und hat uns schon gefragt, ob wir denn mal wieder in ein solches gehen. Für Kinder ist ein Museumsbesuch nicht langweilig, denn es gibt fast überall spezielle Kinderecken, wo sie sich austoben können. Da macht der Besuch wirklich auch den Kleinen Spaß.

Überrascht waren wir, dass sehr viele deutsche Familien mit einem RV in den Ferien hier unterwegs waren.

Trotz allem müssen wir feststellen, dass wir erstaunt sind über die vielen Regularien, die es hier einzuhalten gibt und das im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Lustig ist anzusehen, wenn in einem Baumarkt vor einem fahrenden Transportfahrzeug ein Mann mit zwei roten Fähnchen läuft und fröhlich winkt, obwohl das Fahrzeug schon von allein so viel hupt und lärmt, dass man da gar nicht unbedingt hin möchte.

Nun sind wir schon seit 2 Wochen bei der Grace und haben alles so weit fertig, dass wir endlich wieder ins Wasser können. Viele Arbeiten, die wir in Auftrag gegeben haben wurden nicht oder nicht termingerecht erledigt. So hat sich der Aufenthalt an Land leider verlängert. Einiges ist uns auch noch eingefallen. So haben wir jetzt eine feste Reeling, was die Sicherheit auf See doch erheblich verbessert. Die Arbeitsmoral erinnert uns ziemlich an DDR-Zeiten – Privat geht vor Katastrophe. Das haben wir überall im Land erlebt und uns doch sehr verwundert.

Leider hat unser Schorsch auch die eine oder andere Reparatur gebraucht und nicht alles konnten wir in der Werkstatt machen lassen, weil diese einfach keine Lust dazu hatten. So hat sich Ralf der Sache angenommen und ist nun nicht nur Schiffsmonteur sondern kennt sich auch ganz gut im RV-Bereich aus. Das sind doch mal Aussichten für die Zukunft.

Für die Leute die die technischen Dinge interessieren hier noch ein paar Details, für die anderen zum Überlesen:

  • Ford E-350 Chassis, Benziner, Baujahr 1996
  • 8 Zylinder, ca. 270 PS, Verbrauch ca. 30l/100km
  • Höchstgeschwindigkeit ca. 120 km/h
  • Länge 31 ft = 9,40 m, Höhe 10,5 ft = 3,20 m
  • Gewicht beladen ca. 13,5 to
  • 8 „Betten“, davon 4 brauchbar für Erwachsene
  • Frischwasser ca. 150l, Tank für Grau- und Schwarzwasser
  • Heizung, Kochen mit fest eingebautem 10 Gallonen-Propantank
  • Kühl-/Gefrierschrank elektrisch/Propan, Microwelle
  • sehr kleine Servicebatterie, ein Abend mit Licht und Heizung läßt die Batterie komplett leer werden.
  • 4,5 kW Stromgenerator

Nun wechselt unser Schorsch den Besitzer und wir zeigen Euch noch einige Bilder, damit Ihr sehen könnt, wie unser zu Hause die letzten Monate aussah.

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