Gleich zugegeben: viel haben wir bis jetzt nicht davon gesehen. Aber das macht gar nichts, denn wir werden das ausgiebig auf dem Landweg nachholen. Von Jacksonville sind wir in drei Tagen nach Miami gefahren. Die Tour war nicht ohne. Am Dienstag hat es in ganz Florida aus Kannen geschüttet, wir entschieden lieber zu warten. Am Mittwoch sollte es starken Wind geben, also noch einen Tag warten. Am Donnerstag ging es dann los. Zum Ablegen die Stunde mit wenig Strömung gewählt und dann raus aus dem Fluss, das ging ziemlich gut und schnell. Dann mit gutem Wind immer Richtung Süden, so schnell es ging. Die erste Nacht war problemlos, der 2. Tag auf See war auch nicht schlimm, dafür war die Nacht ätzend. Es gab eine seltsame Welle, die zwar nicht sehr hoch war aber uns trotzdem ziemlich forderte. Es war fast wie auf dem Atlantik bei 4m Welle. Jedenfalls haben wir dann in der Nacht eine unfreiwillige Halse hingelegt. Fehler des Autopiloten oder vielleicht zuviel abgefordert, bei dem Geeier vor der Welle war es auch wirklich schwierig. Das war dann nicht mehr witzig. Jedenfalls hatten wir dann auch bei halbem Wind den Bullenstander dran. An Schlafen war jedenfalls nicht mehr zu denken. Am Morgen hieß es deswegen Abdrehen nach Palm Beach. Hier konnten wir gleich nach dem Inlet einen Ankerplatz finden und dort wurde zuerst mal Schlaf nachgeholt. Am nächsten Morgen ging’s sehr zeitig los, wir wollten unbedingt bei Tageslicht bis Miami kommen. Das hat auch gut geklappt, 16:15 waren wir an der Mooring. Sehr schönes Segeln heute unweit der Küste, deswegen konnten wir sogar auf See mit Deutschland skypen.

Die Bilanz des Törns: ein 10cm Riss im neuen Groß (zum Heulen), ein gebrochener Mastrutscher und ein gebrochener SailingGen, Ursache noch unbekannt.

Einchecken war heute dann aber zu spät, dafür gab’s noch einen Dieselfilter-Wechsel am Generator. Der hatte zuletzt immer gestottert, sehr unangenehm beim Kochen, weil der Herd immer wieder ausging.

Hier gibt es einen Taxiservice, mit dem kann man sich an Land bringen lassen. Das ist doch auch mal nett. Allerdings geht die letzte Tour 17:00 Uhr und dann kommt man nicht zurück aufs Schiff. Mhm.

Miami präsentiert sich mit einem riesigen Kreuzfahrtterminal, einem geschäftigen Hafen, Wolkenkratzern und unzähligen Freizeitbooten, darunter auch so ein paar die nur zum Angeben sind. Aber bittesehr – wenn’s Spaß macht. Wir freuen uns hier zu sein.

Das Wetter ist warm und sonnig, allerdings geht auch ein frischer Wind, so ist ein langer Pulli noch ganz angenehm.
Aber 22°C sind doch schon mal was! Jippieh!

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