oder von Miami nach Miami – so ging nämlich unsere Reiseroute letzte Woche. Wir haben sehr günstig einen Mietwagen am Flughafen abgeholt und sind damit einmal rund um Florida gefahren. Übernachtet haben wir in günstigen Hotels.

Der erste Tag war diesem riesigen Sumpf gewidmet, in dem die Krokodile und Schildkröten wohnen und den jeder kennt – die Everglades. Die ganze Strecke bis nach Flamingo sind wir gefahren und wen treffen wir dort – ein nettes deutsches Paar, ebenfalls unterwegs per Leihwagen. Die Welt ist eben klein.

Am zweiten Tag ging’s dann Richtung Norden nach Fort Lauderdale. Dort besuchten wir das Museum of Discovery and Sience – eine lohnenswerte Sache. Es gibt etliche Tiere, ein Korallenriff mit einem Mega-Lobster, eine Ausstellung zu schwarzen Löchern und einiges zu Luft- und Raumfahrt. Zum Schluss besuchen wir einen tollen Imax-Film über das Hubble-Space-Telescope. Der Tag ist rum wie nix.

Am folgenden Tag besuchten wir das Kennedy-Space-Center. Ein Tag rund um gigantische Raketen, tausende Leute die am Gelingen der Missionen mitarbeiten und natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. So gab es zum Beispiel auch ein Angry Birds Gebäude. Von Gemini bis Curiosity kann man eine Menge über Missionen, Hintergründe, Zweck und Probleme der Raumfahrt erfahren. Im neuen Atlantis-Gebäude bestaunt man das an der Decke hängende Space Shuttle und macht in einem Simulator einen Start ins All mit. Das ist sehr realistisch gemacht, es schüttelt und rüttelt unglaublich bis zur Abtrennung der Raketen und des Tanks. Am Ende ist nur die „Schwerelosigkeit“ etwas enttäuschend. Aber wie soll das auch gehen.

Weiter fuhren wir dann bis nach Georgia zu den wunderschönen „goldenen Inseln„. Auf Jekyll-Island frühstücken wir das erste Mal im Leben in einem Golf-Club. Und das wo wir noch nicht mal unser Handicap kennen.

Eine etwas längere Strecke bringt uns dann zur Hauptstadt Floridas Tallahassee. Von der Stadt sehen wir leider nicht viel – das Beste war ein Griechisch-Libanesisches Restaurant in dem auch noch deutsch gesprochen wird. Das Essen ist grandios und nach ein paar Tagen tut uns dieses „slow food“ auch ausgesprochen gut.
Südlich von Tallahassee liegt eine der größten Quellen der Welt, Wakulla Springs. Dort ist eine große Badestelle und ein feines Hotel. Am Morgen ist es eisig – gerade so, dass die Nässe auf dem Auto nicht gefriert. Und wir hatten gedacht das wir in der Quelle baden gehen können … Wir fahren also zum Park. Bezahlen brauchen wir nix, weil die Damen am Schalter gerade erst aufgemacht haben. Es sind sowieso nur sehr wenige Gäste an diesem Tag. Aber wir erklimmen den Sprungturm und können von oben die Manatees oder Seekühe beobachten. Ben ist es kalt, er möchte zurück ins Auto. Die Sonne wärmt zwar inzwischen ganz gut aber er möchte einfach nicht mehr frieren. So fahren wir dann wieder Richtung Süden bis nach Winter Haven. 

Am kommenden Tag besuchen wir das Legoland. An diesem Tag war es bedeutend wärmer und für so einen Freizeitpark genau die richtige Temperatur. Klar ist auch hier einiges geschlossen und die Attraktionen bei denen man sehr nass wird sind auch nur sehr schwach frequentiert. Von einem Aussichtsturm sehen wir an den Autos auf dem Parkplatz, dass heute wohl mehr Mitarbeiter als Besucher da sind. Es hat uns im Legoland viel Spaß gemacht.

Da der Freizeitpark bereits um 17:00 schließt, fahren wir an diesem Abend noch ein Stückchen bis Fort Myers. Hier wollen wir das Sommerhaus Edisons besuchen – Henry Ford hatte seines gleich daneben. Die beiden Häuser sind vor ein paar Jahren aufwändig restauriert worden und alles ist fein weihnachtlich herausgeputzt. Es macht Spaß, herumzuschlendern und die Pflanzen aus aller Welt zu bestaunen die in Edisons Garten wachsen. Für die Amis ist es eine Sensation das Edison die Früchte aus seinem Garten sogar gegessen hat – arme Welt. Im Museum besichtigen wir – natürlich jede Menge Glühlampen und Phonografen – aber auch interessante Infotafeln zu Edisons Batterien, den Elektromobilen, der Zementfabrik und anderen weniger bekannten Unternehmen dieses genialen Erfinders. Sein Labor ist auch sehr gut erhalten, man meint noch den Geruch zu verspüren als er zusammen mit Ford nach anderen Quellen für Latex gesucht hat um die Gummipreisexplosion während des ersten Weltkrieges zu umgehen. Auch Ben lernt eine ganze Menge an diesem Tag und am Abend erklärt er uns dann ziemlich gut wie so ein Phonograf funktionert. Das Ford Antisemit war, wird im Museum angesprochen – wenn auch nicht so klar wie beim Spiegel.

Ein besonders schöner Flecken ist auch Sanibel Island, die Muschelinsel. Hier geht’s leider komplett um die Touristen und wir sind froh das außer uns gerade so wenige davon unterwegs sind. Wir beobachten die Vögel am Strand, umrunden den Leuchtturm und sitzen ein wenig herum.

Dann kommt unweigerlich die Heimreise. Wir fahren endlose Landstraßen Richtung Miami, hier sehen wir nun endlich auch die Orangenplantagen. Wie schön die Orangen in dem dunkelgrünen Laub leuchten.
In Miami besuchen wir noch den Aldi, freuen uns über Mandelspekulatius und andere Leckereien, sogar eine Ente finden wir im Gefrierschrank. Vielleicht wird das ja unser Weihnachtsbraten. Am Abend müssen wir dann das erste Mal auf unserer Reise zwei mal mit dem Schlauchboot zur Grace fahren um all die Dinge zu transportieren. Zum Glück ist an diesem Abend kaum Schwell und alles kommt trocken an.

Am kommenden Morgen bringen wir das Auto wieder zum Flughafen. Eigentlich stimmt das nicht, denn die Autovermietung ist so groß wie ein eigenes Terminal und die Vermieter belegen drei Etagen.
Alles ist OK und nach nur einer Minute ist die Rückgabe erledigt. Mit der Metro geht’s zurück in den Hafen. Miami hat ein relativ gut ausgebautes und benutzbares öffentliches Verkehrssystem. Eine nette Dame erklärt uns alles und so finden wir uns bald zurecht.

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