Die Nacht war recht ruhig und selbst der Wind hat sich davon gemacht. So mußte wieder die Aralfock bemüht werden und wir tuckerten bis in den Morgen vor uns hin. Dann war gerade mal soviel Wind, dass wir mit 2-3 kn Fahrt unter Segeln vorankamen. Als ich noch so vor mich in döste, wurde ich von einem lauten Blasgeräusch geweckt, welches definitiv nicht von einem Delfin kam, dafür war es einfach zu laut. Und dann plötzlich war neben mir ein riesiger Wal. Dreimal tauchte er auf und verschwand wieder um auf der anderen Seite der Grace wieder zu schauen, was das für ein seltsames Gefährt ist, was durchs Wasser schwimmt. Dieses Mal haben wir sogar den weißen Bauch und das riesige Maul gesehen, leider aber keinen Fotoapparat zur Hand. Auch hier wieder drei mal das gleiche Spiel um dann noch einmal genau vor unserem Bug aufzutauchen. Dann hat er sich getrollt und wir haben ihn viel weiter weg noch einmal gesehen. Das war doch mal ein Vergnügen der ganz besonderen Art und wie froh sind wir, dass wir uns das Geld für das Whalewatching in Horta gespart haben. So etwas hätten wir bestimmt nicht geboten bekommen. Leider hat Ben das Ganze verschlafen, denn er wurde einfach nicht wach.
Das Wetter meint es gut mit uns. Die Sonne scheint wunderbar und auch sehr schön warm. In der Nacht ist es allerdings recht frisch. Im Moment kommen wir gut voran und der Kurs ist auch ok. Was wollen wir uns da beklagen.
Gerade hatten wir noch einen riesigen Fisch an der Angel, der aber doch nicht auf unseren Tisch wollte. Er war wohl zu groß für uns und konnte sich wieder befreien – schade. Jetzt wird es wohl wieder „Alternativabendbrot“ geben.
Ansonsten verbringen wir den Tag mit viel Schlafen und auch lesen. Irgendwie sind wir Erwachsenen etwas K.O.
Position: 40°18.78’N 025°23.09’W
Zeitpunkt des Versandes (UTC): 26.06.2015 18:03

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