Nasser Test des Wassermachers

Letzte Woche gab es nun endlich den ersten Test der Wassermacher-Steuerung mit Wasser und Druck.

Ich habe für kleines Geld einen Drucksensor bei Ebay bekommen und einen kleinen Einschaltstrombegrenzer für den Motorregler gekauft. Damit sollte die Regelschleife für den Pumpenmotor ja funktionieren, was sie im Trockentest auch ganz hervorragend machte.

elektronischer Drucksensor und ManometerJetzt fehlte nur noch die Hardware um die Hochdruck-Schlauchverbindungen zu machen. Das habe ich in Chemnitz bei einer Hydraulikfirma zu einem fairen Preis gepresst bekommen. Auf der einen Seite also der Hochdruckreiniger-Motor mit seiner Wasserpumpe, dann ein passender Abgang und ein Verteiler für Drucksensor, normalen Druckmesser und weiter zum Druckrohr in dem die Membrane sitzt.

Am Ausgang der Membrane brauchte es natürlich ein Ventil, um den Druck grob voreinzustellen. Dafür habe ich ein normales Wasserventil genommen, das reichte mir für eine Einstellung von 60 bar ohne Regelung aus. Zwar war das nicht fein dosierbar, aber die eigentliche Regelung sollte ja auch die Elektronik übernehmen.
Leider erwies sich das Ganze am Ende als Reinfall (nicht Rheinfall). Ich habe keinen Modus gefunden, bei dem der Motor in einer annehmbaren Drehzahl regelbar gewesen wäre und dabei seine 60 bar Druck geliefert hätte. Man müsste hier vermutlich deutlich mehr Aufwand treiben, mit einem Dreiphasen-Motor und Frequenzumrichter, um die Drehzahl mit trotzdem ausreichend vorhandenem Drehmoment regeln zu können. Aber genau das wollte ich ja nicht, es sollte mit einem handelsüblichen Kärcher funktionieren.

Damit bleibt es bei der manuellen Druckregelung mit Nadelventil am Ausgang der Membrane und ungeregeltem Motor.  

Ich danke allen, die mich mit Tipps zur Steuerung und zum generellen Aufbau versorgt haben. Es hat riesigen Spaß gemacht, die Siemens Logo! zu programmieren. Die Möglichkeiten sind wirklich fantastisch. Der ganze Aufbau war sehr lehrreich und zeigt am Ende, wie wenig eigentlich für einen funktionierenden Wassermacher wirklich nötig ist. 

Eigentlich reicht tatsächlich ein billiger Hochdruckreiniger, ein Manometer für die Druckanzeige, die Membrane im Druckrohr und ein Nadelventil am Ausgang. Alles Andere ist *nur* nice-to-have. Ich würde vielleicht noch einen Betriebsstundenzähler an den Motor machen, dann weiß man wenigstens wie lange das Ganze schon gelaufen ist und kann den Süßwasser-Ertrag hochrechnen. Das gilt natürlich nur für Wassermacher, die an 220V betrieben werden.

Das Projekt Wassermacher ist damit nicht beendet. Wir werden wohl irgendwann ein oder zwei 40″-Druckrohre und passende Membranen kaufen und das Ganze kommt dann ins Schiff – nun wohl (bis auf den Einschaltstrombegrenzer) gänzlich ohne Elektronik.

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